Übersicht
Die CNC 600 ist eine frei programmierbare Steuerung für Fräs-, Bohr-, Drehmaschinen und Bearbeitungszentren für maximal 5 Achsen.
Die Serieneinführung erfolgte im Oktober 1979.
Die Maschinensteuertafel kann intern (im Schaltschrank unter dem Bildschirm) oder extern (in einem Panel oder dem Maschinenchassis) angeordnet werden.
Die wesentlichen Highlights sind:
1981 erscheinen die Weiterentwicklungen CNC 600-1 und CNC 00-3, welche sich vor allem durch technologische Verbesserungen von ihrem Vorgänger unterscheiden. Die CNC 600-1 ist für die Technologien Fräsen, Bohren und Drehen optimiert, die CNC 600-3 ist besonders für Bearbeitungszentren und Fertigungszellen vorgesehen.
Eine besonderes Highlight ist die Einführung von DNC (Direct Numeric Control), wobei die Teileprogramme direkt von einem zentralen Rechner über eine serielle Schnittstelle eingelesen werden, was eine Vernetzung mehrerer Maschinen ermöglicht.
Aufbau
Die Hardware basiert auf einem Mehrrechnersystem mit folgender Struktur:
Die Steuerung ist in einen Schaltschrank eingebaut, der mehrere 19“ Kassetten enthält.
Frontseitig befindet sich das Bedienfeld, bestehend aus Bildschirm, Eingabetastatur und der Maschinenbedientafel. Diese kann auch separat außerhalb des Schrankes direkt an der Maschine eingebaut werden.
Weiter befindet sich an der Frontseite ein Lochkartenleser:
Hinter dem Bedienfeld befindet sich der Bedienblendenrechner mit U880 zur Auswertung der Tastatur und der internen Bedientafel sowie einem Interface zu einer externen Bedientafel.
Die Kartenbaugruppen (bestückte Leiterplatten) in der Rückseite haben Doppeleuropaformat mit direkten Steckverbindern und sind über eine Rückverdrahtungsleiterplatte in einer 19“-Kassette verbunden. Die obere Kassette beinhaltet den sogenannten Leitrechner, der aus Baugruppen des K1520 – Systems von Robotron und eigenentwickelten Baugruppen besteht.
Dazu gehören:
Links daneben steckt der PMC-Rechner (Programable Machine Control) für die Maschinenanpasssteuerung, dazu gehören:
Rechts daneben steckt der Wegesteuerungsrechner, dazu gehören:
Die untere Kassette beinhaltet die Lageregelung für bis zu 5 Achsen
Weiter sind im Schaltschrank noch diverse Stromversorgungsmodule untergebracht.
Die programmierbare Ein-/Ausgabesteuerung (PEAS) bildet die Schnittstelle zwischen CNC und Maschine. Im PMC Rechner wird das Steuerprogramm für maximal 480 Ein-/Ausgänge abgearbeitet und über ein Interface-Kabel an die PEAS weitergeleitet, die in einem eigenen Schaltschrank untergebracht ist, der maschinenspezifisch erstellt wird. Neben verschiedenen Stromversorgungsmodulen können 2 Kassetten mit Kartenbaugruppen zur Prozesssteuerung bestückt werden.
Dazu gehören:
Weitere Informationen folgen